
Herzlich Willkommen zu den Bürgern für Ladenburg. Schön, dass du vorbeihörst.
Heute geht es um das Thema unserer Grundlagen. Wir haben vor kurzem einen Text veröffentlicht, in dem wir noch einmal klarstellen, wer die Bürger für Ladenburg sind. Immer wieder auch haben wir auf unseren Ständen ja Diskussionen mit Parteigängern. Das dürfen die auch gerne machen mit uns. Dafür sind wir ja auch schließlich da.
Aber die Sache ist eben so, der Bürger von Lassenburg ist jemand, der Parteien als keine ideale Lösung findet. Insofern finden wir auch parteiliches Verhalten oder parteiorientiertes Verhalten und Denken nicht ideal, weil wir das für Scheuklappendenken halten und weil vielen dieser Parteikonzepte oder Parteiprogramme auch an der nötigen sittlichen und seelischen Reife fehlt, um tatsächlich in einem Ort ein friedliches und konstruktives Miteinander zu gewährleisten.
Deswegen sind wir Parteiprogrammen zunächst sehr kritisch, aber nicht gegenüber dem einzelnen Menschen, der eventuell in der dritten Generation hier wohnt oder Menschen, die zugezogen sind und von woanders her kommen und Ladenburg mögen oder Menschen, die verschiedene religiöse Ansichten haben.
Das ist nicht das Problem. Der Bürger von Ladenburg spricht mit allen und mit jedem, aber er wird sich nicht zu einer Partei machen lassen und sich nicht von den Karren anderer Leute spannen lassen. Denn der Bürger von Ladenburg ist selbstständig.
Wir wissen, dass demokratischer Konsens und ein echter Debattenraum mit dem Nachbarn entsteht und nicht durch ein Megafon auf dem Marktplatz. Wir wissen, dass Auseinandersetzung dadurch geschieht, dass ich einen Vorschlag oder eine Eingebung mache und nicht mein Kind mit einem Plakat vorschicke.
Insofern fand ich das Verhalten vieler Ladenbürger an einem Samstag, wo eine Partei, die nicht so beliebt war unbedingt, am Marktplatz einen Stand hatte für skandalös oder für menschlich unreif. Ich habe mir das Ganze lange angeguckt, habe mir viele Menschen und Agierende angeschaut und was so deren Idee ist. Es ist natürlich zweifelhaft, ob diese Anti-Aktionen dieser Partei wirklich starten oder ob sie ihr nicht noch mehr Sympathien beifügen als ohnehin schon. Insbesondere habe ich mich auch gefragt, dass Menschen diese Partei nicht mögen. Ihr damit nicht noch unvermeidlich Vorschub leisten, aber warum merken Sie das denn nicht?
Denken Sie denn wirklich, das war eine gute Idee, durch so einen halbherzigen, undurchdachten Pseudowiderstand, ihr eine Werbeplattform zu bieten? Also es gibt viele Dinge, die sind hier überlebenswert und ich habe das Gefühl, viele Ladenburger denken sie nicht durch. Ich sehe auch viele Menschen, die gar keine Ladenburger sind. Sie wurden von anderswo hergekarrt, um Masse zu machen.
Auch das finde ich ein schwaches Zeichen. Das war damals schon bei den Anti-Anti-Corona-Protesten der Fall, dass man busweise aus Weinheim und Bensheim Leute herbeigekarrt hat und Menschen, die damals gegen ihre eigenen Nachbarn gestimmt und protestiert haben, heute so tun, als wenn nichts gewesen wäre. Man kann sagen, wer im Ladenburger Glashaus sitzt, sollte nie mit Argumentationssteinen werfen. Man kann Argumentationen gerne vorbringen. Man kann sich auf Gegenwind gefasst machen und sagen, nein, ich bin anderer Meinung und man muss das aushalten.
Aber diese Vorverurteilung und dieses Faschistoide, diese Einseitigkeit, dieses Zwanghafte, dieses »Alle müssen gegen einen zusammenhalten« und »Alle müssen auf einen drauf« und »Alle müssen hier was erklären« und »Alle müssen hier was bestätigen« – das ist nicht nur deutsches Beamtenwesen, das ist eben eine Spätfolge faschistoiden Denkens und Handelns. Etwas, wogegen wir Bürger von Ladenburg tatsächlich massiv sind.
Wir sind für einen breiten, offenen, demokratischen Debattenraum der Bewohner selber. Und das ist unser Markenzeichen. Und wer dazu Fragen hat, mit dem spreche ich gerne.
Oder wer dazu Vorschläge hat, den hören wir auch gerne an.

