Fuß​gän​ger​kon​zept

Herz­lich will­kom­men bei den Bür­gern für Laden­burg. Heu­te ein klei­nes Lehr­stück der Eige­nermäch­ti­gung.

Wir haben immer wie­der Mel­dun­gen bekom­men von Bür­gern oder dazu schim­mert es so durch in ver­schie­de­nen Rück­mel­dun­gen aus der Öffent­lich­keit, dass zum Bei­spiel die Benut­zung des Fuß­gän­ger­we­ges unten am Neckar­ufer durch E‑Scooter gefähr­det ist. Fuß­gän­ger hören die­se schnell dahin­flit­zen­den Tei­le nicht. Die Leu­te sind abge­lenkt, weil sie beim E‑Scooting auch noch auf ihr Tele­fon gucken, anstatt auf den Ver­kehr zu ach­ten. Und bis­her wur­den schlim­me­re Unfäl­le zum Glück ver­hin­dert, aber so wie es aus­sieht dau­ert es nicht mehr lan­ge, bis es rich­tig kracht. Das ist natür­lich sehr ärger­lich und soll nicht sein.

Des­we­gen sagen wir… Wir müs­sen etwas schnel­ler lösen, als dar­auf zu war­ten, bis jemand sagt, ja das Fuß­gän­ger­kon­zept, das kommt doch noch. Natür­lich kommt es, aber dar­in sind zwei Feh­ler ent­hal­ten aus unse­rer Sicht. Ers­tens ein­mal ist es kei­ne Ant­wort auf die Fra­ge oder auf die­ses Anlie­gen, wir müs­sen hier reagie­ren. Ein Vor­schlag war zum Bei­spiel, den Fuß­gän­ger­weg für Fahr­rä­der und für E‑Scooter zu spa­ren. Gehen wür­de es ja, da wir ja zwei Fahr­rad­we­ge haben, von Laden­burg nach Hei­del­berg zum Bei­spiel. Die Ver­wir­rung ist immer kom­plett von aus­wär­ti­gen Rad­lern, die wis­sen, müs­sen wir jetzt beim Abzweig Frei­bad gera­de­aus oder müs­sen wir abbie­gen zur Fäh­re run­ter.

Und man kann even­tu­ell auch hier natür­lich Ver­kehrs­ent­las­tun­gen für Fuß­gän­ger und Kin­der, Wagen­schie­ben­de errei­chen. Statt­des­sen aber sagt man, nein, war­te doch bis das Fuß­gän­ger­kon­zept kommt. Wir wis­sen nicht wann es kommt, wir wis­sen nicht was drin ist und wir wer­den damit natür­lich wie­der ein biss­chen für blöd ver­kauft. Sage ich jetzt mal in aller Deut­lich­keit, ja viel­leicht bin ich da auch zu scharf, ich weiß es gera­de nicht.

Es heißt letzt­lich, war­te doch was dir blüht, nicht?

Komm betei­li­ge dich und komm bring das doch mal ein oder ich bin der Staats­rat, ich tra­ge es vor. Son­dern es ist dann doch mal was pas­siert. Und dann sollst du war­ten und war­ten und war­ten.

Auf war­ten auf was denn? Bis jemand tot gefah­ren wird? Bis jemand zum Krüp­pel gefah­ren wird? Bis das Glück auch in dei­nen Schoß fällt? Nein, das ist eben falsch. Das ist die­se typi­sche Schein­de­mo­kra­tie, die wir hier anpran­gern. Es geht um Betei­li­gung von dir. Es geht dar­um, dass Vor­schlä­ge von Men­schen, die durch­aus betrof­fen sind, gehört wer­den.

Das ist unser Anspruch und dazu brau­chen wir dich. Wir brau­chen nicht die schwei­gen­de Mas­se, die wei­ter schweigt und war­tet auf unse­ren Nim­mer­leins­tag, bis ihr dann plötz­lich ein Fuß­gän­ger­kon­zept um die Ohren geknallt bekommt, dass es schep­pert. Son­dern wir brau­chen Men­schen, die sich ein­set­zen und sagen, wir gestal­ten das mit und des­we­gen sind wir da.

Ihr dürft uns ger­ne des­we­gen anspre­chen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu dem Fuß­gän­ger­kon­zept gibt es ja dann bei uns am Info­stand.

Bis dahin, gehabt euch wohl.

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